20 Jun 2010

Email, ICQ, Skype, Twitter, Facebook und co. – Warum?

Geschrieben von Tom Schimana in Kommunikation 13 Kommentare

Kommunikation wird immer schwieriger. Das ist zumindest das Gefühl, was ich inzwischen oft habe. Man kann eine Email schicken, einen persönlichen Plausch über ICQ, Skype, Jabber und ich kann nicht sagen wie viele Arten noch, über unzählige IM-Clients führen. Es gibt einige, die sogar privates über öffentliche IM schreiben und es jeder lesen kann, wie über Twitter oder Facebook. Einige nutzen Facebook als Email-Ersatz und chatten darüber auch und die Apple-Fans schwören oft auf iChat mit einem MobileMe-Account, die absoluten Nerds welche nur über IRC schreiben und sonst nichts und dann gibt es solche, die das alles immer noch für Teufelszeug halten.

Am Ende kennt man sich nicht mehr aus, wo man was, wann mit wem geschrieben hat. Installiert wieder extra Clients und Software, die alles zusammenfassen sollen und macht damit alles noch komplizierter.

Muss man nun alles mitmachen? Muss man ältere Systeme, wie z.B. ICQ noch behalten? Recht es nicht, wenn man nur max. zwei Systeme verwendet, wie z.B. das gute alte Mail und einen breit aufgestellten IM?

Ich stelle mir gerade all diese Fragen. Nun, ich kann nicht sagen, ob ich ein typischer “User” all dieser tollen Kommunikationsmöglichkeiten bin. Ich liege wohl irgendwo zwischen den Extremen. Da gibt es die Puristen, die nur über Mail kommunizieren, dann die Fans von Facebook und Twitter und welche, die schon immer ICQ hatten oder sogar nur über IRC schreiben. Jüngere Generationen schreiben ja keine Mails mehr, sondern sind in Webchats unterwegs. Und dann gibt es viele, die alles gleichzeitig verwenden.

Am Ende bleiben, zumindest für meinen Geschmack, viel zu viele Kommunikationswege übrig. Da ich mich sehr mit Selbstmanagement beschäftige, stelle ich mir natürlich hier die Frage, ob weniger nicht mehr ist. Ob man seinen Spieltrieb etwas einschränkt und sich auf die wesentlichen Dinge konzentriert, um Zeit, Nerven und Ressourcen zu sparen und damit effektiver wird.

Deshalb trenne ich mich immer wieder von Dingen, um mein Leben einfacher und effektiver zu machen. So habe ich vor einiger Zeit meinen Twitter-Account gelöscht und es nicht bereut.

Jetzt steht ICQ wohl bei mir auf der Verliererliste zugunsten für Skype. Ja, das böse Skype! Aber es funktioniert. Und zwar immer und überall. Ich kann nicht nur schreiben, sondern auch sprechen, hören und sehen und muss mir nicht mal Gedanken machen, welchen Client ich verwenden könnte. Warum also noch ICQ verwenden? Ich habe ICQ länger nicht mehr verwendet und irgendwie habe ich nicht das Gefühl deshalb weniger Kommunikation gehabt zu haben.

Dann gibt es Facebook. Ich werde in Zukunft weniger Facebook für kurze Mails verwenden und dafür wieder mehr über “richtige” Mails kommunizieren. Mit einer Email hat man einfach Struktur und eine gewisse Nachhaltigkeit bei der Kommunikation, auch wenn es für manche Old School und uncool ist. Speziell bei Facebook bin ich mir auch nicht sicher, wie lange ich es noch haben werde. Ja, Facebook ist toll! Aber sobald dafür Geld verlangt wird oder noch ein Datenskandal vorhanden ist, werde ich Facebook wohl auch löschen.

Was verwendest Du alles und warum? Was mich dabei auch interessiert, was ist Deine Meinung zu diesem Thema? Werden wir überschwemmt und sollte man sich mehr auf wenige konzentrieren und dabei nicht jeden Kommunikationshype mitmachen?

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13 Kommentare zu “Email, ICQ, Skype, Twitter, Facebook und co. – Warum?”

  1. happy-buddha says:

    Ich denken, es ist z.Zeit einen richtige “Kommunikationsschwemme”, wird sich aber sicher bald wieder ändern. Wer die meisten User hat, bleibt. Alles anderen verschwindet im DatenNirvana.

  2. goto says:

    Hallo Tom,

    für effektive Kommunikation benutze ich nach wie vor am liebsten Email oder dann IcQ (Da ich hier leider sehr viele Kontakte habe, die nicht bereit sind auf ein anderes Protokoll zu wechseln) und XMPP (Vormals Jabber).

    Facebook ist für mich eigentlich nur eine Social Media Spielerei die ganz nett ist, die ich aber nicht für “richtige” Kommunikation verwende – bestenfalls für Smalltalk.
    Und Twitter dient mir mittlerweile lediglich dazu um meine Weblog-Feeds da reinzukippen für alle meine Freunde, die nicht gewillt sind, einen Feedreader zu verwenden.

    Gruß

  3. Roland says:

    Hi Tom,

    für mich ist mail und ein traditioneller IM Client immer noch das best practice der Kommunikation. Hab lediglich meinen FB-Chcat in Pidgin eingebunden um auch diese leute per Chat erreichen zu können die keinen ICQ-Account haben. Twitter nutze ich privat kaum, das würde ich höchstens für business issues nutzen.

    So erschlägt sich das ganze Thema eigentlich für mich, wie ich meine Leute erreichen möchte. Von den Wichtigen Kontakten hat man ja eh die Mail-Adresse. und für SmallTalk wirk ICQ/FB-Chat und Skype zum Phonen eingesetzt.

  4. Stephan A. aus B. says:

    Ich bin absoluter Anti-Fan von IM. Die Kommunikation damit ist so unendlich mühsam und zeitintensiv… lieber schreibe ich ohne die Gefahr missverstanden zu werden eine E-Mail oder telefoniere.
    Im beruflichen Umfeld haben wir Sametime (das ist ein Chat für Lotus Notes), das ist insoweit prima, als dass die “was macht Du heute mittag”-mails aus den Accounts verschwinden ;-)

    Aber sonst: mich gibts nur per mail, Skype und Fon. Alle andere Dienste wie Twitter, Facebook usw. nutze ich nur, um dort die Kommunikation anzustossen. Wenn es mal einen Universal-Client gibt, der das alles vereint, dann kann man über IM usw. nochmal reden ;-)

  5. Patrick says:

    Bin auch am Überlegen ob ich nicht wieder einige Dienste den Rücken kehre. Mit Miranda nutze ich einen universalen Messernger der alle gängigen Protokolle vereint. Mich wurmt es aber bspw. das Mails nicht beantwortet werden und wenn man Leute dann per FB anschreibt, sofort ne Antwort kommt.
    Werde wohl aber über Kurz oder Lang auch meinen FB Konto löschen.
    Und Skype ist eine gute Alternative. Ein wenig Tippen und wenn die Probleme überhand nehmen, einfach anrufen.

    Zu IRC: Auch ab und an ganz gerne, aber dort trifft man nur noch die Freaks :) also nix für meine restlichen Kontakte.

  6. Karsten says:

    Ich mag E-Mail und XMPP. Twitter benutze ich via XMPP. Und zwar ‘readonly’, also um News-Alerts zu erhalten.
    Facebook wird mich niemals sehen. Skype installiere ich immer mal wieder (weil es einfach funktioniert), um es kurz darauf wieder zu deinstallieren (weil mir nicht gefällt, dass die das Protokoll nicht offen legen).

  7. Ashleigh Wilson says:

    Bin auch am Überlegen ob ich nicht wieder einige Dienste den Rücken kehre. Mit Miranda nutze ich einen universalen Messernger der alle gängigen Protokolle vereint. Mich wurmt es aber bspw. das Mails nicht beantwortet werden und wenn man Leute dann per FB anschreibt, sofort ne Antwort kommt.Werde wohl aber über Kurz oder Lang auch meinen FB Konto löschen.Und Skype ist eine gute Alternative. Ein wenig Tippen und wenn die Probleme überhand nehmen, einfach anrufen.
    +1

  8. Martin says:

    Kommunikation ist wichtig, ebenso, sich alle Formen offen zu halten. Allerdings wird oft zu breit gestreut – ich persönlich kommuniziere am liebsten old fashion stiled mit E-Mail, als IM (Bild / Ton / Schrift) Skype und natürlich das Telefon (nur mehr in der Form des Handys …)

    Alle diese Mitteln gut zu beherrschen ist schon schwer genug – wer aller kennt die Probleme nicht, die bei E-Mail ohne der Mail Etiquette entstehen?

    Hier den alten Grundsatz, weniger ist mehr anzuwenden, ist meiner Meinung nach überlebenswichtig, wenn man sich nicht Sklave seiner Kommunikationsdienste machen will.

  9. Baby boomer life says:

    Bin auch am Überlegen ob ich nicht wieder einige Dienste den Rücken kehre. Mit Miranda nutze ich einen universalen Messernger der alle gängigen Protokolle vereint. Mich wurmt es aber bspw. das Mails nicht beantwortet werden und wenn man Leute dann per FB anschreibt, sofort ne Antwort kommt.Werde wohl aber über Kurz oder Lang auch meinen FB Konto löschen.Und Skype ist eine gute Alternative. Ein wenig Tippen und wenn die Probleme überhand nehmen, einfach anrufen.+1
    +1

  10. Roland says:

    Also ich muss feststellen, je pestartiger sich neue Kommunikationskanäle ausbreiten, umso mehr zieht es mich zurück zur guten alten E-Mail. Messenger sind für mich keine Alternative, denn von zehn Bekannten haben mindestens 7 unterschiedliche Dienste. Twitter nutze ich zwar noch, aber (fast) nur noch als Informations und Unterhaltungsquelle. Mein eigenes Bedürfnis, die Nichtigkeiten des Alltags in die Welt hinauszutragen, tendieren hart gegen Null. Ähnlich verhält es sich mit dem Bloggen, wobei das vor allem daran liegt, dass mir da draußen inzwischen zu viele Verrückte unterwegs sind, als dass ich noch ein gutes Gefühl dabei hätte, über Dinge zu schreiben, die mir am Herzen liegen. Facebook ohnehin. Facebook nervt. Mit seiner Allgegenwart. Mit dem Hype, dass Facebook jetzt der ultimative Kanal ist, der alles andere (E-Mail, Bloggen, Google, sprich: suchen) überflüssig macht. Und vor allem mit dem sorglos-bevormundenen Umgang mit meinen Daten. Ich lasse mir nur ungern von einem neureichen Schnösel (Zuckerberg) vorschreiben, was ich über Privatsphäre zu denken habe. Von den Schnellschussaktionen Facebooks mal ganz abgesehen.

    Also zurück zur E-Mail. Aber ich maile – nicht zuletzt wegen Smartphones – heute anders, oftmals kürzer. Und wenns wirklich mal dringend ist, gibts ja auch noch SMS oder die gute alte Telefonfunktion. Und ich weiß nicht, woher ich diese Zuversicht nehme, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das immer mehr Menschen ähnlich sehen werden.

  11. Roland says:

    Dem kann ich mich nur anschließen. Hab letztens erst wieder feststellen müssen, dass es nix besseres gibt als einen Mail-Client mit schönen integriertem Feed-Reader. So gefällt mir dass. Die restlichen Kommunikationskanäle die man hat ist einfach ein Bonus zu E-Mail aber nicht wirklich ein Hauptkommunikationsmittel.

  12. Dominik says:

    Neben Email und Telefon nutze ich XMPP/Jabber über gmx, wo ich auch meine mailaddresse habe. XMPP bietet über transports Zugang zu IM der ersten Generation, wie z.B, ICQ, MSN, Yahoo. FB und StudiVZ nutze ich nicht, aber derem IM würde auch über Jabber, und damit im selben Client wie gmx. Als Client nutze ich seit vielen Jahren Pidgin, so dass ich nur eine History für IM habe, schon seit ICQ-Zeiten.
    Ich finde das simpel: eine Adresse für IM und Mail, darüber bin ich für United Internet Kunden (gmx, web.de, 1&1) google-mail-, xVZ-Kunden und viele Andere erreichbar. Wer für IM kein Jabber nutzen mag, muss sich halt noch meinen ICQ-UIN, meinen MSN-Namen oder was auch immer er mag kennen.
    Nur über Skype bin ich dann nicht zu erreichen, das funktinierte mal über den Jabber-Server von Nimbuzz, funktioniert aber leider nicht mehr.

  13. Andreas says:

    Tja, die Klassiker bleiben, dazu die persönlichen Vorteile:
    - Telefon (für schnell und komplex) (aber inzwischen fast nur noch mobil, Festnetz noch vorhanden)
    - SMS (fürs schnelle, kurze, für mehrere)
    - EMail (zeitnah und relativ sicher, komplex möglich, Anhänge!, Links!, für mehrere)
    - Skype Chat (fürs Ausland, billig!)
    - Skype Phone (fürs Ausland, billig!)
    ICQ, Twitter und Facebook hab ich mich gerne wieder abgemeldet. Mir blieb da zuviel Zeit auf der Strecke.
    Interessant ist, das es bevorzugte Wege meiner Bekannten gibt. Am wichtigsten sind jedoch SMS, Telefon und EMail (in der Reihenfolge).

    Fast vergessen:
    Am allerliebsten ist mir das persönliche Gespräch, da geht nichts drüber. und es bietet mehr als alles andere. Man erkennt Gefühle usw. Läßt sich auch super mit einer Tasse Kaffee o.ä. verbinden.

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