Netbook Asus Eee PC 1005P

Vor ein paar Tagen habe ich mir nun doch ein Netbook gekauft. Meine Wahl lag zwischen MSI, Asus und Lenovo. Am Ende war es dann das Netbook 1005P von Asus. Das MSI Wind U135 war auch in der engeren Wahl. Die Entscheidung zum 1005P war zugunsten der längeren Akkulaufzeit und der Tatsache, dass ich das Gerät gleich mitnehmen wollte und beim Conrad noch eines vorrätig war. Ich habe mich gegen das Asus 1005PE entschieden. Ich benötige keine 250 GB Festplatte und auch kein WLAN 802.11n. Preislich bekommt man das 1005P zwischen 250,- und 279,- Euro.
Mein Asus Eee PC 1005P hat einen Atom N450-Prozessor mit 1,66 Ghz. Dieser ist im Gegensatz zu den Vorgängerversionen stromsparender. Ich habe keinen direkten Vergleich und auch noch keine direkten Tests durchgeführt, aber die Laufzeit ist gefühlt wirklich sehr gut. Verbaut ist eine 160 GB-Festplatte und 1 GB RAM. Durch Austausch des Speichers könnte man das Notebook auf 2 GB aufrüsten. Das Display 10,1-Zoll Display hat eine Auflösung von 1024×600 Punkten. Gehäuse ist weiß, da man dort weniger “Fingerabdrücke” sieht, als z.B. bei dem schwarzen Gehäuse.
Es bietet ein einfaches Multitouchpad, welches bisher einen sehr guten Eindruck macht. Eine Webcam mit Mikrofon, ein SD-Kartenleser sowie drei USB-Schnittstellen sind auch vorhanden. Die internen Lautsprecher wurde in Test bemängelt. Es fehlt ihnen an Bass. Dies kann ich bestätigen. Allerdings reicht mit der Sound für YouTube und co. vollkommen aus. Alles andere gehört sich eh über eine anständige Anlage abgespielt.
Ausgeliefert wird das Netbook mit Windows 7 Starter. Viel kann ich allerdings dazu nicht sagen. Alleine die Einrichtung nach dem ersten Start hat gut 30 Minuten gedauert. Scheinbar wurden hier noch die zusätzlichen Programme von Asus und co. installiert. Danach hat das Windows 7 recht zugüg gestartet. Mein erster Eindruck war allerdings, dass Windows 7 nicht wirklich gut mit einer Auflösung von 1024×600 Pixel zurecht kommt. Zusätzlich haben mich die vielen Anwendungen von Asus gestört. Skype war auf englisch installiert und andere Anwendungen wieder auf deutsch. Auch die Aufteilung der Festplatte war nicht ganz nach meinem Wunsch. Eine große Partition für C:, nochmals die gleiche Größe für D: (welche leer war), 10 GB für eine Rettungspartition (um Windows wieder zu installieren) und nochmal ca. 18 MB mit einem eigenen System von Asus. Warum C und D so aufgeteilt sind, verstehe ich nicht ganz. Das Mini-System von Asus soll für einen schnellen Start sein, wenn man mal dringend ins Web muss und nicht warten möchte, bis das Windows hochgefahren ist. Mir ist dies nicht ganz einleuchtend. Denn lieber hätte ich ein System, welches schnell startet und kein Windows 7 und dann noch eines für einen schnellen Start.
Deshalb habe ich mich recht schnell dafür entscheiden, es mal mit Ubuntu Netbook Remix (Ubuntu 9.10) zu versuchen. Mein Eindruck ist sehr positiv. Alles funktioniert gut. Kurz danach habe ich gesehen, dass die neue Version 10.04 von Ubuntu Netbook Edition (wurde von Remix in Edition umbenannt) in einer späten Alpha zur Verfügung steht. Da angeblich Startzeiten von wenigen Sekunden möglich sind, habe ich 10.04 installiert. Die Startzeit ist wirklich super. Das System startet innerhalb von 15 bis 20 Sekunden durch. Arbeitsspeicher nach dem Start liegt bei unter 200 MB. Das System ist perfekt für die kleine Auflösung angepasst. So werden z.B. automatisch alle Fenster maximiert. Es wird kein unnötiger Platz verschwendet. Ich werde es auf jeden Fall lassen. Die Beta-Phase fängt demnächst an. Nach meiner Erfahrung kann man Ubuntu ab der Beta wirklich schon gut verwenden. Durch die automatischen Updates, muss man das System auch später nicht neu installieren.
Die Ubuntu Netbook Edition 10.04 (Lucid Lynx) finde ich ideal für mein neues Spielzeug. Es startet so schnell, dass man auf das eingebaute Schnellstartsystem von Asus verzichten kann. Ich habe die gesamte Platte gelöscht und nur Ubuntu installiert. Dem Gerät liegt eine CDROM mit Windows 7 Starter bei. Somit könnte ich, wenn ich es wirklich will, wieder auf Windows zurückstellen. Anfangs hatte ich Bedenken bezüglich des geringen Speichers von nur einem Gigabyte. Durch Ubuntu merke ich allerdings kaum was davon.
Soweit ich es bisher feststellen konnte, funktioniert auf dem 1005P mit Ubuntu 10.04 alles sehr gut und schnell. Ein paar Kleinigkeiten muss man manuell anpassen und installieren. Hierzu werde ich später noch einen Beitrag schreiben, wie man Ubuntu auf das Netbook bekommt und was alles angepasst werden muss. Insgesamt bin ich in der kurzen Zeit, in der ich das Netbook testen konnte, sehr zufrieden.
Interessante Beiträge zu diesem Thema
- Ubuntu Netbook Edition 10.04 (Lucid Lynx) auf Asus Eee PC 1005P
- Tastaturkombination in Gnome zum starten von Programmen
- Howto über HDPARM
- Verzeichnisse und Dateien aufspüren die Festplattenspeicher verschwenden
- Rsync über SSH-Tunnel mit verändertem Port

[...] 10.04 (Lucid Lynx) auf Asus Eee PC 1005P Geschrieben von Tom Schimana in IT keine Kommentare Wie bereits geschrieben, habe ich mir ein Netbook von Asus gekauft. Genauer gesagt ein Asus Eee PC 1005P. In diesem Beitrag [...]