Social Networking – Ich habe Twitter gelöscht
Nein, natürlich nicht das ganze Twitter, sondern nur meinen Account. ;-)
Warum?
Der Hauptgrund ist eine Konsolidierung meiner sozialen Netzwerke. Denn wer braucht das alles wirklich? Twitter, Facebook, Xing, Delicious, Posterous usw.
Man schreibt was in Twitter rein, dies lasse ich dann automatisch in Facebook eintragen und am Ende läuft alles wieder in meinem Blog zusammen. Der Eintrag bei Twitter wird dann in Facebook kommentiert. Und am Ende des Tages fragt man sich, was man mit all dem erreichen will, was soll es bringen und vor allem, warum konzentriert man sich nicht nur auf ein Medium oder macht überhaupt nichts mehr in diesem Bereich?
Deshalb habe ich Twitter jetzt gelöscht. Es wird nicht der einzige Dienst sein. Meinen Account bei Posterous habe ich bereits gelöscht. Bei Xing werde ich wohl die Pro-Version irgendwann kündigen und Delicious wird auch daran glauben müssen.
Am Ende wird nicht sehr viel übrig bleiben. Mein Blog, vielleicht Facebook und vielleicht Xing. Vor allem Xing finde ich beruflich oft ganz praktisch. Allerdings finde ich es ein unmöglich, dass man in der kostenlosen Variante nicht mal eine Nachricht schreiben kann.
Facebook macht mir derzeit noch richtig Spass und werde es wohl derzeit behalten. Hier ist der Kontakt zu den Leuten direkter und nicht so anonym wie bei Twitter.
Und mein Blog bleibt wohl immer irgendwie erhalten. Mal schreibe ich mehr, mal weniger, aber es wird immer in irgend einer Form bleiben. Denn es ist das Medium, zu dem ich immer wieder zurückkomme.
Was meint ihr? War es eine gute Idee meinen Twitter-Account zu löschen und was haltet ihr grundsätzlich von der Idee, sich auf wenige dieser Dienste zu konzentrieren oder vielleicht sogar komplett darauf zu verzichten?
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Hallo Thomas,
mir wäre diese Art und Weise zu radikal und muss meiner Ansicht nach auch nicht sein. Ich bin in zahlreichen sozialen Communities eingetragen, aber nur in ganz wenigen aktiv. In Xing beispielsweise bin ich sehr aktiv und dann “passiert” dort auch viel. In LinkedIn beispielsweise bin ich auch eingetragen, aber nicht aktiv, drum “passiert” dort auch nichts und es kostet mich auch keine Zeit (im Gegensatz zu Xing). Dennoch kommen auch dort manchmal ganz interessante Kontakte rein, die dann auch wiederum zu Aktivitäten führen. Deshalb meine Meinung: Warum denn gleich löschen? Einfach nichts mehr tun reicht doch auch und ich kann bei Bedarf die Dienste trotzdem nutzen.
Liebe Grüsse
Wolfram
PS: auf Deinen Blog bin ich über Facebook gekommen, wo ich nicht besonders aktiv bin ;-)
Wolfram, da gebe ich Dir natürlich recht. Löschen ist radikal.
Vielleicht kennst Du das, wenn man seinen Kleiderschrank jährlich durchgeht und entrümpelt. Eigentlich ist man sicher, dass man dieses T-Shirt nie mehr anziehen wird, aber man wird es nicht wegwerfen! Es könnte ja sein, dass man es vielleicht doch mal braucht. Im nächsten Jahr wirft man es dann vielleicht weg, weil man es über ein Jahr nicht aus dem Kleiderschrank genommen hat. Würde man hier radikaler vorgehen, müsste man sich später keine Gedanken mehr darüber machen.
So sehe ich das mit Twitter oder anderen Diensten im Internet. Es wurde bei meiner “Entrümpelung” entsorgt und ich bin frei für neue Dinge und muss mir Twitter keine Gedanken machen.
Durch das Löschen von Twitter, habe ich somit auch ein Programm auf dem Mac gelöscht, eines auf dem iPhone, vier (!) Plugins in meinem Blog. War ein gutes Gefühl, so viele Zeitfresser zu entfernen! :-)
So… Nun habe ich auch meinen Delicious-Account gelöscht. Zuvor habe ich die Bookmarks exporiert. Die meisten wurden eh automatisch in meinen Blog eingetragen. Dadurch schon wieder eine Anwendung weniger auf dem Mac.
Hab langsam das Gefühl, die Aktion artet in eine Optimierung meiner gesamten Internet-Gewohnheiten und zum Zeitmanagement aus. ;-)
Inzwischen bin ich soweit, dass ich auch meine Arbeitsgewohnheiten gleich mit umstelle. Bisher habe ich Links mal nach Twitter, mal nach Delicious geschickt. Werde am Ende einen Beitrag schreiben, wie ich das nun alles optimiere und organisieren werde…
Zu Deiner Xing-Kritik: Das geht noch “besser”. Bei Freelancermap kann man in der kostenlos-Version zwar Nachrichten bekommen, sie dann aber nicht anschauen …
Hi Tom,
ich hab mir diese Frage schon davor gestellt, ob ich für mich privat wirklich einen Zwitscher-Account brauche oder nicht. Und ich kam immer auf ein einstimmiges: Nein, mit mir. Ich habe privat absolut keine Verwendung dafür und deswegen werde ich das auch so beibehalten, so fern ich keinen brauchbaren Nutzen daraus ziehen kann.
Business technisch sieht das ganze wieder anders aus. Da kann man sich mich solchen Webdiensten überlegen, ob man sie vielleicht als eine Art Verkaufs- oder was auch immer Plattform mit nutzen möchte.
Gruß
Roland
Der Vergleich mit dem Kleierschrank ist gut, weil nachvollziehbar. Ich bedenke bei meinen Accounts auch, was reinkommt, nicht nur, was ich sende. Allderings wäre auch wichtig zu betrachten, welche Leute man wo erreicht. Aussortieren ja, aber schön langsam, so werde ich vorgehen. In einer Zeit werden das die Leute in den Netzwerken merken, dass man mal aufräumen muss, so wie Bookmars aussortieren, Mails wegschmeißen … Ein ganz natürlicher Vorgang.
Nach gut zwei Wochen eine erste und kleine Zwischenbilanz.
Nein ich vermisse Twitter selbst noch überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Auch ohne Delicious geht das Leben weiter.
Ich möchte behaupten, dass ich mir ohne Twitter auch etwas Zeit spare.
Allein nur eine gute Funktion fehlt mir. Ich habe auf dem iPhone NetNewsWire laufen, um meine RSS-Feeds zu lesen. Dort gibt es eine Funktion, einen Beitrag an Twitter zu schicken. Ich hatte es so eingestellt, dass täglich eine Zusammenfassung der Twitter-Beiträge im Blog gestellt wurden.
Ohne Delicious und Twitter fehlt mir hier ein wenig diese Funktionalität. Ich gehe aber langsam dazu über, über Mail einfach einen kurzen Beitrag ins Blog zu stellen. Dazu habe ich das WordPress-Plugin Postie installiert. Ich merke durch aber auch, dass ich ohne die ständigen Twitter-Einträge wieder mehr Lust auf “richtige” Beiträge für mein Blog habe.
Mal sehen, wie es weitergeht. Derzeit bin ich noch davon überzeugt, richtig gehandelt zu haben! :-)
[...] einiger Zeit habe ich meinen Account bei Twitter gelöscht. Eines habe ich dabei allerdings nicht beachtet. Die Integration von Twitter und WordPress ist sehr [...]
[...] schon meine Aktion mit Twitter und einigen anderen Opfern, ist der Umzug des Webservice ein Teil meines umfangreichen Projektes [...]
aloa zusammen, also wer einfach alles löscht, weil er meint, er braucht es nicht, sollte sich im klaren sein, dass er die verfügbarkeit seines contents radikal einschneidet. was juckt es mich bitte, dass ich nicht aktiv auf twitter bin, vielleicht sollten blog-schreiber mal darüber nachdenken, dass sie einen blog-eintrag automatisch auf twitter posten können, ohne einen finger krum zu machen – stattdessen müssen jetzt alle twitter nutzer, die sich für diesen blog interessieren, einen neuen twitter account anlegen und diesen dann mit twitterfeed befüllen lassen – und das alles nur, weil jemand ein problem mit einem account hat, den er nicht nutzt… anstatt sich die frage zu stellen: was nutzen *die anderen* und wie/wo erreichen mich die leute?
wer seinen blog nur privat nutzt aus spass an der freud, der braucht im grunde gar keine sozialen netze,
wer jedoch beruflich auf aufträge hofft und neue geschäftspartner, der kann seinen blog auch gleich schliessen, wenn er meint, ein einziger account bei facebook würde reichen.
Hi Michael,
habe Dein Kommentar jetzt erst gelesen, da ich bei einem Provider-Umzug mein WordPress neu installiert hatte und dabei wohl die Email-Information bei neuen Kommentaren nicht aktiviert habe.
Bist Du jetzt dafür, weniger solche Dienste zu verwenden oder mehr? Das ist mir bei Deinem Kommentar nicht ganz klar geworden. Ich persönlich bin der Meinung, dass Twitter deshalb (für mich) nichts mehr ist, da es nur noch als Linkschleuder und “ich hab da ein interessantes Produkt für Dich”-Spam verkommen ist.
Und inzwischen bin fast soweit, Facebook und den Rest auch noch zu löschen. Einen wirklichen Mehrwert finde ich nicht daran.
Und ich stehe auch immer noch hinter meiner Meinung, dass ich die Accounts lösche und nicht nur “rumliegen” lasse. Auf der einen Seite finde ich es selbst nicht OK, wenn ich bei mir lauter tote Blog-Feed und co. als Leser habe und auf der anderen Seite, verwirrt es andere und mich. Nutzt er ihn noch oder nicht? Dann schreibt jemand was darüber und ich muss doch mich wieder darum kümmern, dass es richtig bei mit ankommt.
Am Ende habe ich das Gefühl, dass es zwei Dinge gibt, die wirklich wichtig sind. Eine über viele Jahre feste und leicht zu merkende Email-Adresse und eine EINZIGE zentrale Anlaufstelle für Gedanken, Informationen und co. Dies ist bei mir mein Blog. Es gehört mir, ich brauche mich nicht um irgendwelche AGBs von Facebook kümmern und ich habe alles selbst im Griff.
Bei mir entwickelt sich also alles noch mehr dahin, von sozialen Netzwerken wieder wegzugehen und dafür lieber den persönlichen Kontakt zu menschen zu suchen. Und wenn diese Person weiter weg wohnt, dann halt über Email.
Tom
Grüß dich, Tom. Ich finde, es sollte einen Mikrobloggingdienst geben, wo jegliche VZnet konsolidiert werden, und man, a lá OpenSocial nur einen Login hat, um die ganzen hungrigen Mäuler zu stopfen. Was hältst Du beispielsweise von diaspora*? Hast du dafür gespendet? Ich bin sehr gespannt daran, gerade vom Konzept her (p2p-sn o. zentrale Serverknoten) bietet es doch eine willkommene Innovation.
Es grüßt herzlich
Jochen
Diaspora sagt mir nichts. Ich persönlich bin der Meinung, dass es zu viele Dienste gibt und die meisten überflüssig sind. Das mal unabhängig davon, dass es nach meiner Meinung derzeit ein Hype mit Microblogging und co. ist und sich nach einiger Zeit vieles von alleine regeln wird. Am Ende bleibt eine kleine Hand voll übrig und es werden wohl nicht die besten Dienste sein.
[...] von Dingen, um mein Leben einfacher und effektiver zu machen. So habe ich vor einiger Zeit meinen Twitter-Account gelöscht und es nicht [...]
[...] einiger Zeit habe ich auch meinen Twitter-Account gelöscht und auch sonst einige dieser Dienste eliminiert bzw. deren Verwendung eingeschränkt. Bisher hat er [...]