X47 Timer A6 im Test – Das mobile Büro für die Sakkotasche
Der Timer A6 von X47 ist heute mein letzter Kandidat im Test. Inzwischen habe ich einige Testberichte zu X47 geschrieben. Einen Überblick zu den einzelnen Artikeln gibt es in meiner Sektion zu X47.
Ich habe einen Beitrag mit Hintergrundinfos zu den Timern geschrieben und auch warum ich einen Timer suche. In diesen Beiträgen sind einige interessante Infos rund um die Produkte von X47 zu finden.
Test des X47 A6 Timer

Heute habe ich wohl den beliebtesten Timer von X47 im Test. Zumindest laut Herstellerangaben. Der A6 Planer ist der Ursprung, sozusagen die Basis aller anderen Timer von X47.
Die Idee dahinter war bzw. ist es, einen Terminplaner anzubieten der in eine Sakkotasche passt und dabei viel mehr Informationen beinhalten kann als andere Timer. Dies wird durch das System der Federschienen erreicht und durch weglassen von unnötigen “Schnickschnack”. Vielleicht vergleichbar mit dem Ansatz bei Apple, wo gutes Design und überschaubare und strukturierte Funktionen, die Arbeit erleichtert und damit mehr Spaß macht.
Zum Format des A6 schreibt der Hersteller:
Als Vorlage diente die gute alte deutsche Brieftasche im Grundformat DIN A6, Basis für die Konfektionäre aller Sakkotaschen weltweit. Der Timer ist so angelegt, dass er die maximale Fläche an Papier bietet, bequem beschreibbar ist und ständig in der Sakkotasche bei sich geführt werden kann – die X47-Federschiene und der besondere Schnitt machen das möglich.
Die Federschienen
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Durch die Federschiene werden keine einzelnen Blätter ausgewechselt, sondern komplette Einlagen. Der Austausch einer Notizeinlage dauert somit wenige Sekunden. Dadurch kann schnell auf neue Situationen eingegangen werden. Die Einlagen selbst sind immer eine abgeschlossene Einheit. Man muss sich nicht darum kümmern, wie bei Ringbüchern, einzelne Blätter auszuwechseln.
Den A5 Timer wird mit zwei, drei und vier Federschienen angeboten.
Der Hersteller sieht hier folgende gängige Einlagenkombinationen beim A6 Timer:
- Wochenkalender (zwei Hefte) plus Notizen. Verwendet werden also 3 Federschienen, zusätzlich wird der Faltplaner eingelegt. Die Verwaltung der Adressen erfolgt vielfach über das Handy.
- Wochenkalender (zwei Hefte), Notizen plus Adressen, verwendet werden also 4 Federschienen, zusätzlich wird der Faltplaner eingelegt.
- Monatsplaner plus Notizen, verwendet werden also nur zwei Federschienen.
- Monatskalendarium plus zwei mal zwei Monate des Tageskalendariums plus Notizen, verwendet werden also 4 Federschienen.
Ich persönlich würde die Variante mit vier Federschienen bevorzugen und dort den Wochenplaner für ein Halbjahr, ein linierte Notizbuch für Ideen, Aufgaben und Notizen, ein Datenregister für strukturierte Aufgabenlisten und ein Adressbuch einlegen. Der Faltplaner ist im Lieferumfang der Wochenplaner enthalten und kann in das hintere Fach befestigt werden.
Zu den Einlagen habe ich einen allgemeinen Artikel und einen speziellen für die Termineinlagen geschrieben. Zu empfehlen ist auch mein Beitrag zum Konzept der Zeitkreise.
Der A6 Zeitplaner von außen
Er passt in jede Sakkotasche. Diese Aussage wird nicht nur durch den Hersteller sehr oft wiederholt, sondern auch von mir. Für mich ist dies eine der entscheidenden Unterschiede zu vielen anderen Timern in diesem Format.

Dies wird u.a. auch durch die Stiftposition erreicht. Der Stift wird bei diesem A6 Zeitplaner nicht seitlich, sondern oben quer befestigt. Falls man keinen Stift in der passenden Größe hat, bietet der Hersteller Kugelschreiber und Druckbleistifte in unterschiedlichen Farben und Qualitäten an.

Durch das System der Federschienen und vor allem durch das durchdachte Design des Zeitmanagers, passt dieser wirklich problemlos in eine Sakkotasche. Das Gewicht ist angenehm und durch das weiche flexible Leder stört der Timer kaum in der Tasche. Bei Ringbuchtimern, die wesentlich dicker sind, stört die starre Ringhalterung.

Im oberen Bild ist der Vergleich zwischen einem X47 A6 Timer zu einem “normalen” Rinbuch-Zeitplaner sehr gut zu sehen.
Das Leder
Natürlich gibt es unterschiedliche Lederarten. Diese reichen von der Variante Basic, Classic, Premium, Excellence und Luxury bis zur Limited Edition. Hier sollte für jeden Lederfreund eine passende Farbe und ein passende Lederart vorliegen.
Im Test habe ich den A6 Timer in “Timer Premium, Gaucho schwarz” und “Timer Premium Gaucho, mahagoni“.
Da ich bei fast allen Testberichten nur über schwarze Timer geschrieben habe, werde ich über die Variante in mahagoni berichten.
Der Timer ist aus festem, glattem, glänzendem, mahagonifarbenem Rinderhals. Durch das Rinderhalsleder sind natürliche Halsfalten möglich.
Angaben des Herstellers zu Rinderhals:
Rinderhals, also der vordere Teil der Haut bedeutet, dass man manchmal die Halsfalte sehen kann. Sie entsteht, wenn das Rind den Kopf bewegt. Diese Charaktereigenschaften werden von manchen Lederkennern geliebt, andere bevorzugen andere Oberflächen. Dieses Leder ist auf besondere Art zugerichtet: es ist handtamponiert und erhält dadurch eine glänzende, vielfach auch changierende Oberfläche. Und es riecht besonders gut!
Auf der Herstellerseite gibt es einen...n unterschiedlichen Lederarten.
Das Innenleben

Natürlich verwendet auch der A6 Timer die X47-Einlagen. Damit ist der Timer flexibel zu bestücken.
Zu den Kreditkartenfächer schreibt der Hersteller:
Im Gegensatz zu herkömmlichen Brieftaschen sind die Kreditkartenfächer paarweise übereinander angeordnet, nicht gleichmäßig über die gesamte Länge geschuppt. Dadurch wird erreicht, dass der Timer in seiner Form erhalten bleibt und nicht bauchig wird. Das betrifft sowohl die linke Innenseite des Timers, in der 4 Kreditkartenfächer angeboten werden als auch die rechte Innenseite, bei der zwei Fächer zur Verfügung stehen. Damit können bei einfacher Belegung 6 Kredit- oder Visitenkarten untergebracht werden, bei doppelter Belegung sogar 12 Karten.
Zusätzlich bietet der Timer zwei große, über die gesamte Innenseite angelegte Einstecktaschen. Dort können z.B. Geldscheine, Personalausweise, Fotos oder lose Notizzettel Ihren Platz finden. Die Tasche auf der rechen Seite kann z.B. auch für den Faltplaner verwendet werden, wie ich es weiter oben bei den Einlagen beschrieben habe.
Damit man mal einen Größenvergleich hat, habe ich mein iPhone auf eines der Einlagen gelegt.

Auf dem Bild sieht man auch recht gut, wie der Timer mit Kreditkarten und Visitenkarten bestückt werden kann. Rechts neben den Karten ist eine Tasche für Geldscheine oder lose Papierstücke.
Natürlich besitzt der Zeitplaner von X47 auch zwei Bänder zum markieren von Seiten.

Auf der hinteren Seite des Zeitplaners sind zwei weitere Fächer und eine weitere Tasche vorhanden. In diesem Beispiel habe ich den Faltplaner in der Tasche befestigt und meinen Ausweis in eines der Kreditkartenfächer gelegt. Somit kann der A6 Timer auch als Ersatz zu einem Portemonnaie verwendet werden. Einzig das Kleingeld kann nicht ordentlich verstaut werden.
Der Alltagseinsatz und die Optimierungsmöglichkeiten durch einen X47 A6 Timer
Ich überlege mir bei der Wahl von solchen “Werkzeugen” immer auch den praktischen Einsatz. Dabei muss man natürlich immer vom schlechtesten Fall ausgehen. Ich bin z.B. mit dem Zug unterwegs zu einem eintägigen Messebesuch und möchte am gleichen Tag auch wieder zurückfahren. Somit werde ich möglichst wenig mitnehmen. Vielleicht habe ich einen Anzug an oder zumindest ein Sakko.
Im Normalfall würde ich nun einen Schlüsselbund, mein Portemonnaie, meinen Ausweis (ist bei mir in der Geldbörse verstaut), mein Telefon, ein Notizbuch mit Stift, Reiseunterlagen und Eintrittskarten bzw. die Einladung.
Meinen Schlüsselbund habe ich inzwischen in zwei Teile aufgeteilt. Einen mit dem nötigsten (Haus, Firma, Auto) und einen weiteren für die Niederlassungen des Unternehmens und sonstigen Schlüsseln, die ich nicht täglich brauche. Passt also in die Hosentasche.
Das Telefon werde ich wohl auch mitnehmen. Entweder ich verstaue es auch in das zweite Fach des A6 Timers (mein iPhone passt da rein), was den Timer etwas aufträgt oder ich verstaue es im Sakko oder der Hosentasche.
Meine Geldbörse lasse ich daheim und nehme lediglich ein paar Scheine und Kreditarten mit. Diese passen sehr gut in den A5 Timer. Dort werde ich im zweiten Fach des Timers auch die Reiseunterlagen und die Eintrittskarten verstauen. Einen Stift oder ein Notizbuch brauche ist nicht, da dies die Funktionen des Timers übernehmen. Ich verwende immer Notizbücher, um interessante oder wichtige Infos aufzuschreiben. Ein Notebook ist grundsätzlich zu groß (auch Netbooks) und zu umständlich.
Somit kann ich ohne weiteren Rucksack oder Tasche reisen. Dabei habe ich einen sehr kleinen Schlüsselbund, ein Handy und mein kleines mobiles Büro. Meinen Tagesplan habe ich in den Timer geschrieben oder ausgedruckt und in ein Fach des Timers gelegt. Der Timer ist sicher in meiner Sakkotasche verstaut.
Ich finde es reist sich so viel angenehmer und entspannter. Man muss nicht ständig auf eine Tasche aufpassen und diese auch nicht verstauen.
Fazit
An sich gibt es für jeden Fall den perfekten Timer bei X47. Nur ist der Alltag natürlich nicht immer gleich. An einem Tag sitzt man im Büro, wo z.B der Timer A5 sehr gut geeignet ist, im Urlaub reicht ein Duo 4 aus usw.
Für den Alltag bietet der X47 A6 Timer sehr viele Vorteile. Er ist klein und dabei nicht zu klein. Man kann ihn ebenso auf dem Schreibtisch , im Meeting, wie auch unterwegs nutzen. Wie oben zu lesen ist, kann er teilweise auch als Geldbörse verwendet werden und somit durchaus auch auf einer Reise helfen Platz zu sparen.
Es gibt ihn mit max. 4 Federschienen, was für viele Dinge ausreichend ist, ohne dabei zu dick zu werden. Durch den passenden Stift, den Kreditkartenfächern und den zwei zusätzlichen Fächern, kann man alles benötigte kompakt mitnehmen.
Der getestet Timer in A6 liegt preislich bei 175 Euro. Es wird auch die Variante Classic für 149,- Euro und für preisbewusste noch Basic für 106,- Euro angeboten. Preislich liegt auch der A6 Timer nicht bei den Schnäppchen. Auf der anderen Seite sind die Preise durchaus mit anderen Timern vergleichbar, wenn man diese mit entsprechendem Leder nimmt.
Somit ist der Timer A6 für mich, wie schon der A5 Timer, nahezu perfekt. Ist man fast nur im Büro oder eh mit umfangreichen Aktentaschen unterwegs, empfehle ich den Timer A5. Für alle anderen, wird der X47 A5 Timer sehr gute Dienste verrichten.
In den kommenden Tagen werde ich noch über ein Buch von X47 und eine Zusammenfassung zu den Timern schreiben.
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Hallo,
warum testet Du nicht auch die “Billigserie” X17 (www.X17.de)?
Deutlich preiswerter, trotzdem sehr pfiffig gemacht! Hat genau die gleichen Einlagen!
str
Hallo Stefan,
guter Hinweis.
Der Test der X47 Produkte hat sich zufällig ergeben. Ich kenne die X17 und es gibt auch Gründe, warum ich zu X47 tendiere. Es wird noch ein Fazit zu den Tests in den nächsten Tagen geben. Dort war geplant kurz auf X17 einzugehen.
Tom
Moin,
ist das im Kommentar angesprochene Fazit jemals erschienen? Ich kann es nicht finden.
MfG.
Nein, es ist in dieser Form nie gekommen. Aber ich kann Dir gerne alle Deine Fragen hier als Kommentar beantworten.
Danke, das Angebot ist super.
Ich glaube aber, bisher kann ich keine allzu qualifizierten Fragen stellen – mein gesamtes Wissen über x47/x17 habe ich von hier und notizbuchblog.de und ich hatte noch keins der Dinger in den Flossen -, was mich allerdings brennend interessiert, wären (gern stichpunktartig) die groben Unterschiede zwischen x47 und x17 und die von Dir angedeuteten Gründe, die für Dich gegen x17 sprechen.
Also bei X47 selbst kann man jederzeit kostenlos eine Ansichtsprobe bestellen. Ich habe mich damals für x47 entschieden, da ich es geschäftlich verwende und mir hier die hochwertige Verarbeitung (Leder) auch wichtig war. Ich bin sicher, dass dieser Vergleich nun falsch ist, aber für ich ist das X17 ein VW und das X47 ein Audi. Beide sind grundsätzlich von der gleichen Unternehmensgruppe. VW hat eine super Verarbeitung und steht wohl in vielen Dingen einem Audi nicht nach. Aber der Audi hat halt einfach für viele das luxuriösere Ambiente. Denke so kann man die beiden Timer vergleichen. Ich selbst hatte einen X17 selbst noch nicht in der Hand, dafür fast alle (durch die Tests) von X47.
Der große Unterschied ist wohl auf vier Punkte reduzierbar:
1. X47 ist teurer und sehr hochwertig verarbeitet (unterschiedliche Leder-Versionen, etc.)
2. Vom X47 gibt es sehr viel mehr Varianten
3. X17 sind die Seiten mit Gummiringen befestigt, beim X47 mit Metalstangen.
4. X17 ist in der Anschaffung und bei den Folgekosten billiger
Alternativ zum X17 kann man sich auch mal noch Roterfaden (http://www.roterfaden.com/) ansehen. Ich finde es keine Alternative zum X47, aber vielleicht zum X17.
Vielen Dank, das hilft mir – und Stefan ja vielleich auch – schon enorm weiter! (Mit dem Autovergleich kann ich leben und verstehe, was gemeint ist.)
Zu 2.: Ja, das hab ich auch schon gemerkt. Allein die Liste der Ledersorten ist ja unglaublich lang.
Zu Roterfaden habe ich auch schon ein bisschen was bei notizbuchblog.de gelesen (ueber die Seite bin ich hier gelandet), die wirken auf den Fotos aber, als waeren die Farben eher fuer Kundinnen, und von den Maszen eher mit dem MaBook vergleichbar, was mich nicht so reizt (habe aber noch keines in der Hand gehalten, mag mich also taeuschen).
Trotz deiner tollen Reviews und den echt tollen x47-Geraeten tendiere ich – fuer den Privatgebrauch – wegen des Preises, wie wohl auch Stefan, eher zum x17. (Der Kauf eines x17 soll wahrscheinlich auch nur… nennen wir es mal “anfixen”. :D)