13 Feb 2008

Empfehlung für Partitionierung eines ESX-Servers

Geschrieben von Tom Schimana in IT keine Kommentare

Ich wollte schon lange einen Artikel zur richtigen Partitionierung eines VMware ESX-Server schreiben. Nun habe ich einen englischen Beitrag gefunden, den ich perfekt finde. Aus diesem Grund habe ich Teile davon übersetzt. Das englische Original findet ihr bei vmetc.com. Der Artikel spiegelt 1:1 meine Erfahrung wieder.

Die Installation von ESX geht recht schnell und einfach. Im Prinzip könnte man einfach die Standard-Installation verwenden und der Server würde funktionieren.

Für eine saubere Installation es ist u.a auch sehr wichtig die Partitionierung der Platten zu überdenken. Eine “unsachgemäße” Partitionierung kann später zu unnötigen Problemen und Ärger führen.

Die folgende Infos gelten für ESX Version 3.x und nicht für den 3i oder den älteren Versionen 2.x und davor.

Bei der Installation des ESX wähle ich bei der Partitionierung immer “Recommended” aus. Damit werden die Partitionen sauber angelegt und man kann schnell und einfach Änderungen daran durchführen.

Primäre Partitionen

Folgende Local Storage Partitions sollten auf “Primary” umgestellt werden:

  • /boot
  • /
  • Swap

Folgende neue Partitionen sollten angelegt werden

  • /var
  • /tmp
  • /home

Größenempfehlungen

Mount Point Partition Größe Bemerkung

/dev/sda (Primary)

/boot ext3 250 MB Vergrößert für spätere Upgrades
N/A swap 1600 MB geändert für Maximum Service Console Swap-Größe
/ ext3 5120 MB Eigene Root mit ausreichend Platz

/dev/sda (Extended)

/var ext3 4096 MB Damit die Log-Dateien Root nicht füllen, eine eigene Partition.
/tmp ext3 1024 MB Eigene Partition für Temp-Dateien
/opt ext3 2048 MB In Opt werden die HA-Treiber und deren Log-Dateien abgelegt. Auch hier eine eigene Partition.
/home ext3 1024 MB Im ESX3 ist unter Home nicht mehr so viel, dennoch eine eigne Partition, damit z.B. Uploads keine Probleme für Root sind.
  vmkcore 100 MB Hier muss nichts geändert werden.
  Freier Bereich (Optional) Auf “Auto-configured” einstellen. Wird für lokale VMFS-3 Volumes verwendet.


Bezeichnung sda ist natürlich vom lokalen Plattensystem abhängig. Alle Werte habe ich identisch übernommen. Ich persönlich lege bei Bedarf noch eine eigene Partition für /vmimages an. Dort können z.B. ISOs für die Installationen hinterlegt werden. Man kann sich selbst ausrechnen, welche ISO-Dateien (Windows 2003 Server, etc.) man dort speichern möchte und daraus die Größe berechnen. In größeren Installation ist dies nicht zu empfehlen. Da liegen die Images zumeist auf einem gemeinsamen externen NFS-Storage.

Die Partitionierung bezieht sich nur auf die lokalen Platten, nicht SAN oder sonstige externe Plattensysteme.

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