Verzeichnisse und Dateien aufspüren die Festplattenspeicher verschwenden
Auf lokalen Festplatten und noch noch mehr auf Netzwerklaufwerken verliert man schnell den Überblick über Dateigrößen und Speicherplatzverschwender. Vor allem, wenn diese tief in den Verzeichnisbäumen versteckt sind.
Man braucht also ein Tools, mit dem solche “Daten” gefunden und angezeigt werden. Ich möchte für Linux, Mac und Windows eine kleine Auswahl entsprechende Programme vorstellen.
Windows – WinDirStat
WinDirStat ist ein Open Source Projekt.
WinDirStat kann alles, was man von so einem Tool erwartet. Es liefert Statistiken und Grafiken zu Laufwerken und Verzeichnissen. Dabei sieht man sofort, wie oft ein bestimmter Dateityp vorkommt. Die Verzeichnisse werden nach Größe (z.B. nach Prozent) sortiert. Somit kann man sich sehr schnell durch das System klicken und findet die entsprechenden Speicherfresser sofort.

Mac OS X – Disk Inventory X
Wie schon WinDirStat erinnert auch Disk Inventory X stark an KDirStat (siehe unten). Vom Funktionsumfang reicht es allerdings nicht an WinDirStat ran. Alle wichtigen Kernfunktionen sind dennoch vorhanden.

Linux – Gnome – Baobab
Wenn ich mit einem Desktop-Linux arbeite, dann meistens mit Ubuntu und mit dem Gnome Desktop. Dort gibt es das Programm Baobab. Seit Version 2.4.2 gehört Baobab offiziell zu den Gnome-Utils.
Baobab ist eine typische Gnome-Anwendung. Der ganze Ballast und die netten Spielereien sucht man in Baobab vergebens. Es gibt bestimmt umfangreichere Programme für diese Aufgabe. Wenn man sieht den Screenshot von Baobab ansieht, wird man sofort den Vorteil von einer solchen schlanken Anwendung sehen. Ein Blick und man hat die gewünschte Information. Mir gefällt das.

Linux – KDE – KDirStat
KDirStat ist wohl eines der ältesten Programme seiner Art. Selbst unter anderen Systemen wird KDirStat als Vorlage verwendet.
Die letzte Nutzung ist schon einige Zeit her, da ich seit mehreren Jahren unter Linux fast nur noch mit dem Gnome Desktop arbeite. Für KDE-User wohl die erste und beste Wahl!

Linux / Unix / MAC / Windows – Console – du
Wenn man über Linux schreibt, dann darf man natürlich nicht die Console ignorieren. Falls man keine GUI verwenden möchte oder kann, dann ist du die richtige Wahl.
Einen schnellen Überblick über die Verzeichnisgröße von z.B. den gesamtem Home des Users:
du -hs ~
Dabei steht -h für human readable, also der automatischen Umrechnung von Bytes nach KB und MB. -s bedeutet summarize und gibt nur eine einzige Gesamtgröße als Ergebnis aus.
Wenn ich einen Überblick meiner größten Hauptverzeichnise haben möchte, dann verwendet ich:
du -h --max-depth=1 ~ | sort -n -r
Parameter kann man beim jeweiligen Befehl mit z.B. man sort nachsehen. --max-depth=1 besagt, dass nur eine Verzeichnistiefe nachgesehen werden soll.
Wenn man nun einen Überblick über die Größe z.B. aller Bilder haben möchte, dann kann dies so aussehen:
du -ah ~/Bilder | sort -n -r
Die Option -a zeigt nicht nur Verzeichnisse an, sondern auch je jeweiligen Dateien darin.
Einfach mal damit rumspielen. man du ist Dein Freund.
Natürlich bietet der Mac über die Applikation Terminal auch Zugriff auf den Befehl du.
Unter Windows, kann du über Cygwin installiert werden.
Falls die Sysinternals-Tools von Microsoft installiert sind, kann auch du.exe verwendet werden. Diese native Version ist auf jeden Fall eine Alternative für Terminalfreunde unter Windows, die kein Cygwin installiert haben oder installieren wollen.
Interessante Beiträge zu diesem Thema
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Au Watte, was sich da so mancher Programmierer denkt frag ich mich? Bei der Windows, Mac und KDE Variante muss man ja aufpassen, dass einem nicht schlecht wird, fehlt nur noch, dass sich die Grafiken drehen und verschwimmen.
Da lob ich mir doch baobab, in seiner Einfachheit vollkommen ausreichend. Auf deinem Screenshot fehlt nur die simple Tortengrafik, auf der man sich auch durchklicken kann zu den Platzverschwendern.
Genauso einfach geht’s übrigens auch auf allen OS, Treesize ist das Stichwort:
Linux/Unix – http://treesize.sourceforge.net/
Mac – http://www.monkeybreadsoftware.de/Freeware/TreeSize.shtml
Windows – http://www.jam-software.de/freeware/
Danke für die guten Links.
Bei TreeSize für Windows hatte ich bei der Free-Version immer Probleme mit den Plattengrößen. Meistens kam der Hinweis, ich solle ich Pro-Version verwenden. Ist das noch so?
TreeSize für den Mac kannte ich noch nicht. Werde ich mir ansehen.
Ja. Baobab ist schon ideal!
Tom
Hhm, glaube in der neueren Version nicht mehr.
Aber habe nur Arbeit mit Windows zu tun, un da sind Partitionen in der Regel nicht größer 130 GB.
Vielleicht wurde die Größe, ab der der nette Hinweis erscheint, angepasst in Anbetracht der heute gängigen Festplatten im Home-Bereich.
Ich nutze sowohl daheim unter Linux als auch bei der Arbeit unter Windows immer JDiskReport von http://www.jgoodies.com/ Dort wird der belegte Platz schoen als Kuchendiagramm dargestellt. Ist eine Java-Applikation sollte also ueberall laufen.
[...] Dateien/Ordner auf der Festplatte aufzuspüren steht ja bereits in einem älteren Post. schimana.net hat in einem Beitrag nun 4 Möglichkeiten (linux, mac, windows und ‘du’) aufgelistet, wie man unnötig [...]
Ich verwend xdiskusage, das sieht zwar etwas altbacken aus, aber ist sehr flott.
Hi, hab das gleiche Problem gehabt und hatte noch von vor längerer Zeit ein Tool vor Augen, dessen Name mir entfallen war (war deshalb hier und hab die Links verfolgt). Meiner Meinung nach kommen die neueren Tools an diese ältere Variante nicht ran: —> klein (156 kb), fein (ohne install), praktisch (Tortensegmente MIT Unterordnern), kostenlos. Tipp: beim Starten will das PRG alles scannen, einfach auf Button für entsprechendes Laufwerk drücken.
Scanner V. 2.8
Win 95/98/ME/NT/2000/XP (Vista teste ich demnächst)
“… Als Kuchendiagramm veranschaulicht das Tool die Belegung der Festplatte und aller an den PC angeschlossenen Speichermedien. Jedes Verzeichnis wird durch einen Farbblock abgebildet. Beim Überfahren mit dem Mauszeiger werden Detaildaten im Kopfbereich angezeigt. Mit einem Klick wird das Kuchendiagramm aktualisiert und bildet die Speichernutzung des gewählten Verzeichnisses ab. Mit der integrierten Zoomfunktion kann die Tortengrafik vergrößert werden. …” – und Löschen/deinstallieren geht auch gleich von da aus.
http://www.steffengerlach.de/freeware/index.html